Fünf Minuten vom Download bis zum eigenen Weblog – das verspricht die freie Software WordPress. Auch wenn der eine oder andere vielleicht ein paar Minuten länger an der Einrichtung seines Blogs sitzt, ist WordPress ein äußerst benutzerfreundliches System. Kein Wunder, schreiben sich die Entwickler von WordPress doch Ästhetik, Webstandards und Benutzerfreundlichkeit besonders groß auf die Fahnen – zu Recht, denn die Software ermöglicht es tatsächlich jedem, einen ansprechenden und einfach zu bedienenden Blog einzurichten.
WordPress 2003 als Nachfolger von b2
WordPress steht Bloggern und anderen Internetnutzern seit Januar 2003 zur Verfügung. Seitdem wurde die Software ständig weiterentwickelt und verbessert. WordPress ist der Nachfolger des Programms b2, dessen Codebasis für WordPress ausgebaut wurde. Alle Versionen seit Version 1.0.1. sind nach Jazzmusikern benannt. Die aktuelle Version ist WordPress 3.0.1.
WordPress als Blog und Content-Management-System
Im Februar 2005 wurde die Version 1.5. zum Download bereitgestellt. Nun war es erstmals möglich, WordPress nicht nur als Blog, sondern auch als statische Seite im Sinne eines Content-Management-Systems nutzen zu können. Infoseiten oder gemischt Info- und Weblog-Seiten konnten nun ebenso einfach und schnell erstellt werden bis dahin die Blogs.
Weblogs und CMS-Seiten auf WordPress
WordPress ermöglicht über verschiedene Funktionen das einfache und übersichtliche Verwalten von Weblogs und CMS-Seiten. Dazu gehört unter anderem, dass die Beiträge verschiedenen Kategorien zugeordnet werden und mit Tags und anderen Metadaten versehen werden können. Dies erleichtert die Suche nach bestimmten Beiträgen ungemein. Auch Kommentare und Links können mit WordPress sehr leicht editiert werden.
Vielfältige Designs in WordPress
Wer sich einen WordPress Blog einrichtet, hat die Möglichkeit, Design und Programmierung voneinander zu trennen und so ein ansprechendes Layout zu erstellen, ohne selbst programmieren zu müssen. Die WordPress Designs nennen sich Themes und können wie ein Baukastensystem zusammengestellt werden. Die verschiedenen Themes haben zwar grundlegend den gleichen Aufbau, doch kann der Nutzer sein eigenes Theme sehr leicht auf dieser Grundlage erstellen.
WordPress-Benutzerrollen und -Kategorien
Außerdem können alle Beteiligten einer von fünf Benutzerrollen zugeordnet werden: Leser, Mitarbeiter, Autor, Redakteur und Administrator haben – in dieser Reihenfolge – immer mehr Rechte beim Verwalten des Seite. Dies vereinfacht den Umgang mit externen Autoren und schafft eine übersichtliche Struktur und Hierarchie in der Verwaltung. Der registrierte Benutzer, also der Leser, darf ausschließlich Beiträge lesen, während der Mitarbeiter Beiträge außerdem editieren und löschen kann. Der Autor darf zusätzlich Dateien hochladen und Beiträge veröffentlichen. Der Redakteur hat weitgehende Rechte und darf private Beiträge und Seiten löschen, editieren und anderweitig bearbeiten und außerdem Kommentare, Kategorien und Links verwalten. Der Administrator hat die absolute Hoheit auf seiner WordPress-Seite und verwaltet unter anderem Plugins und Themes und löscht Benutzer.
Weblog und Plugins für die eigene Homepage
Mit über 5000 verfügbaren Plugins kann jeder seinen WordPress-Blog den eigenen Bedürfnissen anpassen. Mit diesen Plugins kann man beispielsweise Statistiken erstellen, den Blog mit Twitter verbinden oder die neuesten Kommentare gut sichtbar an der Seite der Homepage anzeigen. Es gibt ferner zahlreiche Plugins, um die Spamabwehr, die Metadaten, das Layout oder diverse andere Einstellungen zu konfigurieren. Selbstverständlich sind diese Plugins kostenlos und stehen im Internet zum Download bereit.
WordPress der meistgenutzte Weblog mit Auszeichnungen
WordPress hat sich zu dem meistgenutzten Weblog-System der Welt entwickelt. Das Programm ist bei Bloggern und Betreibern von statischen Seiten gleichermaßen beliebt. Allein die Version 2.8. wurde über 10 Millionen Male heruntergeladen. Diese Zahlen überraschen nicht, wenn man bedenkt, dass WordPress sich sehr flexibel an alle erdenklichen Wünsche anpassen lässt. Die Idee und erfolgreiche Umsetzung von WordPress wurde außerdem mit zwei Auszeichnungen honoriert. Zweimal gewann WordPress den Open Source CMS Award: 2007 in der Kategorie Best Open Source Social Networking Content Management System und 2009 in der Kategorie Overall Best Open Source CMS.
Maurergerüste